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Produktionsbüro mit Drehplan-Board an der Wand, Laptop und Crew im Hintergrund

Praxis-Wiki » Drehplan-Vorlage

Drehplan. Der Drehtag, bevor er passiert.

Acht Spalten, vier Schritte, eine Sortierlogik. Wie ein Drehplan aufgebaut ist, wie er aus Skript und Shotlist entsteht und woran er am Drehtag scheitert. Die Vorlage zum Abschreiben inklusive.

Kern in einem Satz

Der Drehplan sortiert Szenen nicht nach Story, sondern nach Drehlogik. Wer in Drehbuchreihenfolge dreht, bezahlt jeden Motivwechsel doppelt.

Drehplan· Motiv· Drehblock· Callsheet· Puffer· Disposition· Vorlage· Drehplan· Motiv· Drehblock· Callsheet· Puffer· Disposition· Vorlage·
8
Spalten in der Vorlage
4
Schritte zum Plan
6
Typische Fehler
11 h
Ruhezeit § 5 ArbZG

Worum es geht

Ein Plan, der der Realität standhält.

Ein Drehtag kostet Geld in dem Moment, in dem er beginnt. Crew, Technik, Location und Cast laufen ab der ersten Minute mit, unabhängig davon, ob gerade gedreht oder umgebaut wird. Der Drehplan ist das Dokument, das entscheidet, wie viel von dieser Zeit tatsächlich im Bild landet.

Kurzantwort

Der Drehplan ist die zeitliche Auflösung des Skripts: was wann wo mit wem. Er entsteht nach Skript und Shotlist, sortiert die Szenen nach Drehlogik statt nach Drehbuchreihenfolge, bündelt sie zu Drehblöcken pro Motiv, kalkuliert jede Position aus Rüstzeit, Probe, Takes und Abbau, lässt Puffer für Wetter und Verzögerung und wird pro Drehtag zum Callsheet ausgespielt.

Abgrenzung

Drehplan, Shotlist, Callsheet.

Die drei Dokumente werden ständig verwechselt und lösen doch drei verschiedene Probleme. Wer sie sauber trennt, muss keines von ihnen aufblähen.

DokumentBeantwortetReichweiteGeht an
DrehplanWann wird was wo gedreht?Alle Drehtage der ProduktionProduktion, Regie, Department-Leitungen
ShotlistWie sieht die einzelne Einstellung aus?Pro Szene, Einstellung für EinstellungRegie, Kamera, Schnitt
CallsheetWer ist wann wo, und wie komme ich hin?Genau ein DrehtagAlle Beteiligten des Tages

Die Reihenfolge in der Vorbereitung ist immer dieselbe: Skript, dann Shotlist, dann Drehplan, dann Callsheet. Wer den Drehplan vor der Shotlist schreibt, schätzt Zeiten für Einstellungen, die es noch nicht gibt.

Die Vorlage

Acht Spalten. Mehr braucht es nicht.

Ein Drehplan, den am Set niemand liest, hat sein Ziel verfehlt. Diese acht Spalten decken alles ab, was am Drehtag eine Entscheidung auslöst. Alles Weitere gehört ins Callsheet oder in die Shotlist.

#SpalteWas hineingehört
01BlockFortlaufende Nummer des Drehblocks, plus Drehtag. Macht jede Position im Gespräch eindeutig ansprechbar.
02ZeitVon–bis in Uhrzeiten, nicht in Dauern. Uhrzeiten decken Rechenfehler sofort auf, Dauern verstecken sie.
03MotivLocation mit Raum oder Perspektive, innen oder außen, Tag oder Nacht. Das Motiv ist die wichtigste Sortiergröße des ganzen Plans.
04Szene / InhaltSzenennummer aus dem Skript und ein Halbsatz, worum es geht. Der Halbsatz ist für alle, die das Skript nicht gelesen haben.
05EinstellungenVerweis auf die Shotnummern der Shotlist, nicht deren Inhalt. Doppelte Pflege ist die häufigste Fehlerquelle.
06Cast / BeteiligteWer vor der Kamera steht und wer zwingend anwesend sein muss. Grundlage für die Zeiten im Callsheet.
07Licht & TechnikSetup-Kurzform und alles, was einen Umbau auslöst: Kran, Slider, Drohne, zweite Kamera, Ton-Sonderfall.
08HinweiseRequisite, Kostüm, Genehmigungsfenster, Ansprechpartner vor Ort, Wetterabhängigkeit, Ausweichmotiv.

Wenn Ihre Vorlage mehr als diese acht Spalten hat, prüfen Sie jede zusätzliche gegen eine Frage: Löst dieser Wert am Drehtag eine Entscheidung aus? Falls nein, gehört er in ein anderes Dokument.

Schritt für Schritt

In vier Schritten zum Drehplan.

  1. Szenen auflösen. Jede Szene aus dem Skript als eigene Zeile anlegen und daneben notieren, was sie verlangt: Motiv, Innen oder Außen, Tageszeit, Cast, Sondertechnik, Genehmigung. In diesem Schritt wird noch nichts sortiert und nichts geschätzt, es wird nur vollständig erfasst.
  2. Nach Drehlogik sortieren. Jetzt die Drehbuchreihenfolge verlassen. Alle Szenen an einem Motiv wandern in einen Block, unabhängig davon, wo sie im fertigen Film stehen. Innerhalb des Blocks entscheiden Lichtrichtung, Tageszeit und Umbauaufwand die Reihenfolge.
  3. Zeiten kalkulieren. Jede Position aus vier Teilen rechnen: Rüstzeit für Licht und Kamera, Probe mit Cast, die Takes selbst, Abbau beziehungsweise Umbau auf die nächste Position. Der größte Posten ist fast nie das Drehen.
  4. Puffer setzen und gegenprüfen. Pro Drehtag mindestens einen benannten Pufferblock einplanen, nicht nur stillschweigend großzügig schätzen. Danach den Tag gegen Arbeitszeit, Pausen und Ruhezeit prüfen und gegen die Zeitfenster von Genehmigungen und Locations.

Zeitkalkulation

Die Zeit vergeht beim Umbauen.

Der häufigste Kalkulationsfehler im Drehplan ist, die Drehzeit zu schätzen statt der Gesamtzeit. Eine Einstellung, die im Schnitt acht Sekunden lang ist, blockiert am Set eine Position mit Aufbau, Ausleuchtung, Probe, mehreren Takes und Abbau. Wer nur die Takes rechnet, plant systematisch zu knapp und schiebt die Differenz vor sich her, bis sie am Nachmittag als Streichliste zurückkommt.

Ausgedruckter Balkenplan mit Stoppuhr, Bleistift und Lageplan auf einem Holztisch
Der Drehplan ist ein Balkenplan mit Ortsbezug: Zeit auf der einen Achse, Motiv auf der anderen.
  • Rüstzeit ist die teuerste und am häufigsten unterschätzte Position. Sie hängt nicht an der Szene, sondern am Setup: ein Interview mit Dreipunktlicht braucht anderen Vorlauf als eine Handkamera-Sequenz im Tageslicht.
  • Umbauzeit zählt zum nächsten Block, nicht zum vorherigen. Sonst sieht der Plan sauber aus und beginnt trotzdem jeden Block zu spät.
  • Wege sind Drehzeit. Fahrt zwischen zwei Motiven, Parken, Equipment tragen, Aufzug, Schlüssel holen: das gehört als eigene Zeile in den Plan, nicht in eine Fußnote.
  • Pausen gehören in den Plan, mit Uhrzeit. Eine Pause, die nicht im Drehplan steht, wird am Drehtag zur Verhandlung.
  • Die letzte Position des Tages ist die unsicherste. Legen Sie dorthin nichts, was zwingend im Kasten sein muss.

Sortierlogik

Wonach Drehblöcke gebildet werden.

Antwort

Ein Drehblock bündelt alles, was ohne großen Umbau am Stück gedreht werden kann. Die Sortierkriterien greifen in dieser Reihenfolge ineinander: erst das Motiv, dann Licht und Tageszeit, dann Cast, dann Technik. Je höher ein Kriterium in dieser Kette steht, desto teurer ist es, dagegen zu planen.

  • Motiv zuerst. Jeder Ortswechsel kostet Auf- und Abbau, Wege und Konzentration. Alle Szenen an einem Motiv gehören zusammen, auch wenn sie im Film eine Stunde auseinanderliegen.
  • Licht und Tageszeit. Innerhalb eines Motivs bestimmt die Sonne die Reihenfolge: Gegenlichtsituationen, blaue Stunde und Nachtaufnahmen haben feste Fenster, alles andere ist verschiebbar. Bei Innenaufnahmen übernimmt das Lichtsetup dieselbe Rolle.
  • Cast-Verfügbarkeit. Wer nur an einem Tag oder nur zu bestimmten Stunden kann, wird zum Fixpunkt, um den herum geplant wird. Das gilt in Unternehmensproduktionen besonders für Geschäftsführung und Fachkräfte, die neben dem Dreh weiterarbeiten.
  • Technik-Umbauten bündeln. Kran, Slider, Drohne oder zweite Kamera einmal aufbauen und alles dafür Vorgesehene am Stück abdrehen, statt zweimal am Tag umzurüsten.
  • Genehmigungsfenster sind hart. Wo eine Drehgenehmigung, eine Halteverbotszone oder ein Hausrecht ein Zeitfenster vorgibt, richtet sich der Plan danach und nicht umgekehrt.
  • Kinder, Tiere und Wetter gehören nach vorn im Tag, solange die Bedingungen und die Aufmerksamkeit am besten sind.

Puffer

Was passiert, wenn es anders kommt.

Ein Drehplan ohne Ausweichoption ist eine Wette auf gutes Wetter und pünktliche Menschen. Beides hält selten einen ganzen Tag. Robuste Pläne enthalten deshalb nicht nur Puffer, sondern eine benannte Alternative für jeden Block, der von etwas abhängt, das Sie nicht kontrollieren.

Filmcrew bei Dämmerung vor einer Industriehalle, Regie mit Tablet neben Kamera auf Stativ
Am Set entscheidet der Plan, wie viel Zeit für die Bilder bleibt, die den Film tragen.
  • Cover-Set benennen. Zu jedem Außenmotiv gehört ein Innenmotiv, das bei Regen sofort bespielt werden kann, mit eigener Zeile im Plan und eigener Zeitschätzung.
  • Prioritäten markieren. Kennzeichnen Sie pro Drehtag, welche Einstellungen zwingend sind und welche entfallen dürfen. Diese Entscheidung fällt in der Vorbereitung besser als um 17 Uhr unter Druck.
  • Puffer als eigene Zeile. Ein benannter Pufferblock wird respektiert, ein still eingerechneter Aufschlag wird beim ersten Verzug aufgebraucht, ohne dass es jemand merkt.
  • Nachdrehtag prüfen. Bei mehrtägigen Produktionen ist ein halber Reservetag häufig günstiger als ein Drehtag, der bis in die Nacht läuft.
  • Wetterabfrage terminieren. Legen Sie fest, wann und von wem entschieden wird, ob der Außendreh stattfindet, und wie diese Entscheidung an die Crew geht.

Arbeitszeit

Was das Gesetz vorgibt.

Antwort

Der Drehplan ist auch ein Arbeitszeitdokument. Nach § 3 ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit 8 Stunden nicht überschreiten; eine Verlängerung auf 10 Stunden ist zulässig, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. § 4 ArbZG verlangt bei mehr als 6 bis zu 9 Stunden mindestens 30 Minuten Pause, bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten. § 5 ArbZG schreibt zwischen zwei Arbeitstagen mindestens 11 Stunden ununterbrochene Ruhezeit vor.

Für den Plan heißt das vor allem eines: Die Ruhezeit nach § 5 ArbZG entscheidet darüber, wann der nächste Drehtag frühestens beginnen darf. Wer heute um 22 Uhr abbaut, kann morgen nicht um 7 Uhr Crew-Call ansetzen. Diese Kette wird in Zwei- und Dreitagesdrehs regelmäßig übersehen, weil jeder Tag für sich betrachtet plausibel aussieht.

§ 7 ArbZG lässt abweichende Regelungen durch Tarifvertrag zu, teils auch aufgrund eines Tarifvertrags in einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung, jedoch nur in den dort ausdrücklich genannten Fällen und Grenzen. Ob und welcher Tarifvertrag für Ihre Produktion gilt und welche Zuschläge oder Ruhezeitregelungen daraus folgen, ist im Einzelfall zu prüfen. Bei Mitwirkenden unter 18 Jahren gelten zusätzlich die strengeren Vorgaben des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

Hinweis: Diese Zusammenfassung gibt den Gesetzestext in seinen Grundzügen wieder und ersetzt keine arbeitsrechtliche Beratung im Einzelfall. Maßgeblich sind der Gesetzeswortlaut und der gegebenenfalls anwendbare Tarifvertrag.

Fehlerbild

Sechs Fehler, die jeden Plan kippen.

  • In Drehbuchreihenfolge geplant. Der teuerste und häufigste Fehler. Er fühlt sich richtig an, weil er der Geschichte folgt, und bezahlt jeden Motivwechsel mehrfach.
  • Nur Drehzeit gerechnet. Rüstzeit, Umbau und Wege fehlen im Plan und tauchen am Drehtag als Verzug wieder auf.
  • Kein benannter Puffer. Großzügig geschätzt ist kein Puffer, sondern eine Unschärfe, die niemand verteidigt.
  • Shotlist-Inhalte im Drehplan dupliziert. Zwei Dokumente mit denselben Informationen laufen auseinander, sobald sich etwas ändert. Der Drehplan verweist auf Shotnummern, er wiederholt sie nicht.
  • Genehmigungs- und Locationfenster ignoriert. Der Plan steht, die Erlaubnis gilt aber nur bis 16 Uhr. Solche Fenster gehören in die Hinweisspalte, bevor die Zeiten gesetzt werden.
  • Nur eine Fassung im Umlauf gedacht. Ohne Versionsnummer und Datum in Kopf- und Fußzeile arbeiten am Drehtag zwei Departments nach zwei verschiedenen Ständen.

Zum Abschreiben

Die Vorlage als Tabellenkopf.

Übernehmen Sie diese Kopfzeile in Excel, Google Sheets oder Ihr Produktionstool und füllen Sie sie von oben nach unten. Kopf- und Fußzeile tragen Projektname, Drehtag, Versionsnummer und Datum, damit am Set erkennbar ist, welcher Stand gilt.

Block | Zeit (von–bis) | Motiv | Szene / Inhalt | Einstellungen | Cast / Beteiligte | Licht & Technik | Hinweise
BlockZeitMotivSzene / InhaltEinstell.CastLicht & TechnikHinweise
T1 / 0108:00–08:45Werkhalle, Tor Nord, INT/TagCrew-Call, Aufbau–CrewGrundlicht stellen, Kamera 1Schlüssel bei Herrn [Name], Hallentor bleibt offen
T1 / 0208:45–10:30Werkhalle, Montageplatz, INT/TagSz. 3, Produktion im BetriebS03–S082 MitarbeitendeGrundlicht, SliderGehörschutz, Maschine läuft nur bis 10:45
T1 / 0310:30–11:00Umbau auf Büro 1. OGWege und Umbau–CrewAbbau Slider, Interview-SetupAufzug nur bis 300 kg
T1 / 0411:00–12:15Büro 1. OG, Fensterfront, INT/TagSz. 1, Statement GeschäftsführungS01–S02GeschäftsführungDreipunktlicht, FunkstreckeFixpunkt: nur bis 12:30 verfügbar
T1 / 0512:15–13:00–Pause (§ 4 ArbZG)–alle–Verpflegung siehe Callsheet
T1 / 0613:00–15:00Außengelände, Hofeinfahrt, EXT/TagSz. 5, AnlieferungS12–S161 FahrerHandkamera, ReflektorWetterabhängig — Cover-Set: Werkhalle, Sz. 4
T1 / 0715:00–16:00flexibelPuffer–Crew–Nachholblock oder vorgezogener Abbau
T1 / 0816:00–17:00WerkhalleAbbau–Crew–Ruhezeit § 5 ArbZG beachten: Call Tag 2 frühestens 04:00 des Folgetags

Die Beispielzeilen zeigen ein fiktives Muster für einen eintägigen Unternehmensdreh. Namen, Zeiten und Orte sind Platzhalter und ersetzen keine Kalkulation für Ihr Projekt.

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Passt dazu.

Antworten

Häufige Fragen.

Was ist ein Drehplan? +
Der Drehplan ist die zeitliche Auflösung Ihres Skripts. Er legt fest, was an welchem Tag, zu welcher Uhrzeit, an welchem Motiv, mit welchem Cast und mit welcher Technik gedreht wird. Er entsteht nach Skript und Shotlist und ist die Grundlage für das Callsheet, das jeder Beteiligte am Drehtag in der Hand hält.
Was ist der Unterschied zwischen Drehplan und Callsheet? +
Der Drehplan ist das Gesamtdokument über alle Drehtage einer Produktion und ist Planungswerkzeug. Das Callsheet ist der Auszug für genau einen Drehtag und ist Kommunikationswerkzeug: Es geht an alle Beteiligten und enthält zusätzlich Adressen, Anfahrt, Zeiten pro Person, Kontakte und Verpflegung. Kurz gesagt: Der Drehplan denkt in Wochen, das Callsheet in Stunden.
In welcher Reihenfolge wird gedreht? +
Nicht in der Reihenfolge des Skripts, sondern nach Drehlogik. Alle Szenen an einem Motiv werden zusammengefasst, unabhängig davon, wo sie später im Film stehen. Innerhalb eines Motivs bestimmen Lichtrichtung und Tageszeit, Verfügbarkeit des Cast und der Umbauaufwand der Technik die Reihenfolge. Jeder vermiedene Motivwechsel spart mehr Zeit als jede schnellere Einstellung.
Wie viele Szenen schafft man an einem Drehtag? +
Diese Zahl lässt sich nicht pauschal nennen, weil nicht die Zahl der Szenen den Tag bestimmt, sondern die Zahl der Umbauten. Zehn Einstellungen an einem Motiv mit gleichem Licht sind schneller gedreht als drei Einstellungen an drei Orten. Kalkulieren Sie deshalb pro Position aus Rüstzeit, Probe, Takes und Abbau statt pauschal pro Szene.
Welche Software eignet sich für einen Drehplan? +
Für kleine bis mittlere Produktionen genügt eine Tabelle in Excel oder Google Sheets, weil sie jeder öffnen kann und niemand eine Lizenz braucht. Etablierte Fachprogramme sind unter anderem Movie Magic Scheduling, Celtx, StudioBinder und Yamdu. Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern dass am Set alle dieselbe Fassung lesen.
Wie lange darf ein Drehtag sein? +
Das Arbeitszeitgesetz setzt den Rahmen: Nach § 3 ArbZG sind werktäglich 8 Stunden zulässig, eine Verlängerung auf 10 Stunden ist möglich, wenn im Durchschnitt von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Nach § 4 ArbZG sind bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten Pause vorgeschrieben, nach § 5 ArbZG zwischen zwei Arbeitstagen mindestens 11 Stunden Ruhezeit. § 7 ArbZG lässt abweichende Regelungen durch Tarifvertrag in den dort genannten Grenzen zu.

Belege

Quellen.

Hinweis: Stand August 2026. Dieser Guide ist eine redaktionell erstellte Praxisübersicht und keine Rechtsberatung. Die Zitate aus dem Arbeitszeitgesetz geben den Gesetzesstand zum genannten Zeitpunkt wieder; maßgeblich sind der jeweils geltende Gesetzeswortlaut und ein gegebenenfalls anwendbarer Tarifvertrag.

Praxis bei film-produktion.tv

Der Plan steht, bevor die Kamera kommt.

800+ Projekte Erfahrung. Drehplan, Callsheet und Disposition sind bei uns Teil der Produktion, nicht Ihre Hausaufgabe.

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Rolf Eckel — Regisseur und Filmproduzent, Frankfurt
Ueber den Regisseur

Rolf Eckel — Regisseur und Filmproduzent

film-produktion.tv wird seit 2004 von Rolf Eckel in Frankfurt am Main betrieben. 800+ produzierte Filme — vom Recruiting-Spot bis zur internationalen Markenkampagne. Ausgezeichnet mit dem ANIMAGO Award und dem UK Kodak Film Prize.

Hochschulzertifikat Master Business with AI (MBAI) der Hochschule Fresenius für Rolf Eckel, 2026Hochschulzertifikat 2026Master Business with AI (MBAI®)Hochschule Fresenius · Leaders of AI · Microsoft · über 90 Stunden