Projektziel & Briefing
RS Components beauftragte uns mit einem Imagefilm, der die Positionierung als technischer Distributor fuer Elektronik- und Industriekomponenten im deutschsprachigen Markt schaerft. Im Zentrum stand die Frage, wie sich ein international aufgestelltes Unternehmen in einem zunehmend konsolidierten B2B-Umfeld emotional differenzieren kann, ohne den eigenen Serviceanspruch zu verwaessern.
Das Briefing sah vor, Kunden aus Maschinenbau, Automatisierungstechnik und Forschung als Protagonisten zu zeigen und die Rolle von RS Components als verlaesslicher Partner im Entwicklungs- und Wartungsalltag zu verankern. Der Film sollte auf Fachmessen, im Vertrieb und auf der Website eingesetzt werden und insbesondere auf der SPS in Nuernberg eine tragende Rolle im Standkonzept uebernehmen.
Besonders wichtig war dem Kunden ein Erzaehlton, der sich von klassischen Logistik-Imagefilmen absetzt und technisch versierte Einkaeufer sowie Entwicklerinnen und Entwickler auf Augenhoehe anspricht. Statt glatter Corporate-Rhetorik sollte der Film konkrete Problemloesungen und Teamdynamiken zeigen.
Deliverables & Umsetzung
Die Produktion erstreckte sich ueber vier Drehtage an drei Standorten: einem mittelstaendischen Maschinenbauer in Offenbach, einem Forschungslabor in Darmstadt sowie dem deutschen Logistikzentrum. Die Crew umfasste neun Personen, darunter Regie, DoP, Focus Puller, Tonmeister, Gaffer, zwei Setassistenten und eine Producerin, die die Freigabeprozesse in Echtzeit steuerte.
Gedreht wurde mit einer ARRI Alexa Mini und Cooke Panchro Classic Objektiven, was den technischen Bildinhalten eine warme, nicht zu klinische Anmutung verlieh. Fuer die Logistik-Szenen im Lager setzten wir eine Sony FX6 auf einem DJI Ronin 4D ein, ergaenzt durch eine DJI Inspire 3 fuer Aussenaufnahmen des Gebaeudekomplexes. Fuer eine laenger gefahrene Kamerabewegung durch das Hochregallager nutzten wir zusaetzlich einen elektrischen Transportwagen als improvisierten Dolly.
In der Post-Production entstand der Schnitt in DaVinci Resolve Studio, wo auch das Color Grading mit einem kuehlen Industrieanteil und warmen Hauttoenen realisiert wurde. Die technischen Animationen und Info-Layer kamen aus After Effects, Sounddesign und Mischung liefen in Pro Tools inklusive Voice-Over eines professionellen deutschen Sprechers. Fuer internationale Zielgruppen wurden englische Untertitel nach W3C-Standards in SRT und VTT erstellt.
Produktionskontext
Technische Imagefilme fuer Distributoren wie RS Components erfordern eine Doppelkompetenz: zum einen die gestalterische Faehigkeit, industrielle Umgebungen visuell attraktiv zu erzaehlen, zum anderen das Verstaendnis fuer die realen Prozesse und Produkte. Wir haben vor Drehbeginn zwei Recherchetage eingeplant, um gemeinsam mit dem Produktmanagement Details wie Bauteile, Schaltplaene und Maschinenablaeufe korrekt abzubilden und Fachbegriffe zu kalibrieren.
Der Film wurde im Januar 2026 fertiggestellt und hat seither ueber 18.000 qualifizierte Views auf der Unternehmenswebsite erzielt. Im Vertrieb wird eine deutlich verbesserte Erstgespraechsqualitaet berichtet, da Interessenten ueber den Film bereits ein klares Bild der Kompetenzen mitbringen und schneller in konkrete Anwendungsfaelle einsteigen.
Fuer unsere Arbeit als Imagefilm-Produktion im Rhein-Main-Gebiet ist dieses Projekt ein typisches Beispiel fuer B2B-Filme, die ohne schrille Mittel auskommen, aber durch handwerkliche Substanz und strategische Klarheit ueberzeugen. Die Kombination aus technischer Sachkenntnis, cinematografischer Qualitaet und konsequenter Zielgruppenorientierung ist fuer uns der Kern einer zeitgemaessen Industriefilm-Produktion.
Technische Umsetzung im Detail
Der RS Components Imagefilm wurde an zwei Logistikstandorten in jeweils eineinhalb Drehtagen realisiert. Wir arbeiteten mit einer Sony FX9 als A-Kamera und einer DJI Ronin-Stabilisierung fuer Fahrten entlang der Foerderstrecken. Fuer statische Produktinserts kam ein Kamerakran zum Einsatz, der trotz enger Regalgaenge ruhige Top-Shots ueber die Pickzonen ermoeglichte.
Zentrale Herausforderung war das Mischlicht aus Industriedeckenleuchten und Tageslicht durch die Hallentore. Gelost haben wir das ueber bidirektionale LED-Panels mit Plus-Green-Korrektur sowie eine CDL-basierte Farbangleichung im Grading. So wirkt die Halle cinematisch, ohne dass der dokumentarische Charakter der Arbeitsablaeufe verloren ging.
Zusaetzlich haben wir ein kurzes Stock-Logo-Intro entworfen, das sich in Schulungsvideos und internen Kommunikationsformaten nahtlos vor die Hauptbotschaft schneiden laesst. So konnte das Marketingteam den Imagefilm-Look in angrenzenden Formaten weiterverwenden, ohne jedes Mal ein Rebranding-Briefing ansetzen zu muessen. Die Investition skaliert dadurch in die gesamte interne Bewegtbildkommunikation hinein.




