Ausgangslage & Aufgabe
Die DQS Gruppe, international taetige Zertifizierungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt, beauftragte uns mit einem Recruitingvideo, das primaer Auditorinnen und Auditoren, IT-Fachkraefte sowie kaufmaennische Rollen adressiert. Zielsetzung war eine differenzierte Arbeitgebermarke, die den Unterschied zwischen DQS und klassischen Consulting-Arbeitgebern ausarbeitet und gezielt die Vielschichtigkeit der Taetigkeit betont.
Der Film sollte Reisen, Teamstrukturen und die Vielfalt der Einsatzszenarien ueber verschiedene Branchen hinweg zeigen. Eingesetzt wird das Ergebnis auf der Karriereseite, in LinkedIn-Kampagnen sowie in internen Employer-Branding-Massnahmen bei globalen Townhalls. Zusaetzlich dient der Film als Baustein in Auswahlgespraechen, um Kandidaten ein realistisches Bild des Arbeitsalltags zu vermitteln.
Geliefert wurden eine 2:10-Hauptversion, zwei Rollen-spezifische Cutdowns (Audit und IT) sowie ein Quer- und ein Hochformat-Set fuer Social-Ads-Performance-Kampagnen. Das Hochformat-Set wurde mit unterschiedlichen Thumbnail-Varianten versehen, um im Ad-Testing verschiedene Hooks gegeneinander laufen zu lassen.
Deliverables & Umsetzung
Die Produktion umfasste zwei Drehtage in der Frankfurter DQS-Zentrale sowie einen Drehtag on location bei einem zertifizierten Kundenunternehmen in Darmstadt. Die Crew bestand aus neun Personen, davon ein Steadicam-Operator fuer die Office-Walkthroughs und eine dedizierte Maske fuer die Protagonistinnen und Protagonisten vor der Kamera.
Als Hauptkamera setzten wir eine Sony FX9 mit Canon Sumire Prime Objektiven ein, fuer Interviewszenen zusaetzlich eine Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro mit SIGMA DC DN Contemporary. Drohnenaufnahmen ueber dem Frankfurter Westhafen entstanden mit einer DJI Mavic 3 Cine. Die Licht-Setups basierten auf Aputure 600d Pro und Amaran F22c Flexible Lights fuer unaufdringliche Ausleuchtung.
In der Post-Production wurde der Schnitt in Adobe Premiere Pro realisiert, das Grading in DaVinci Resolve Studio folgte einem warm-neutralen Look mit leichten Teal-Schattenpartien, passend zur DQS-Corporate-Identity. Motion Graphics und Typografie-Elemente kamen aus After Effects, das Sounddesign aus Pro Tools. Fuer internationale Maerkte wurden englische und chinesische Untertitel nach Corporate-Glossar lokalisiert.
Produktionskontext
Recruitingvideos fuer Zertifizierungs- und Pruefgesellschaften stehen vor der besonderen Herausforderung, eine eher abstrakte Dienstleistung in visuell attraktive Szenen zu uebersetzen. Wir haben im Kickoff ein Moodboard mit Referenzszenen aus internationalen Employer-Branding-Kampagnen entwickelt und daraus eine eigene Bildsprache fuer die DQS abgeleitet, die auch in Folgeprojekten als gestalterischer Rahmen dienen kann.
Der Film wurde im Laufe der ersten Jahreshaelfte 2026 in mehreren Laenderbuehnen ausgerollt. Laut Feedback der DQS-HR-Abteilung hat sich die Qualitaet der Bewerbungen, insbesondere im IT-Bereich, messbar verbessert; darueber hinaus wird der Film intern als Beleg fuer die neue Arbeitgeberpositionierung eingesetzt und in der Fuehrungskraefteentwicklung als Referenz genutzt.
Fuer uns als Filmproduktion aus Frankfurt ist dieses Projekt ein Beispiel dafuer, wie eine klare inhaltliche Differenzierung im Employer Branding zu Recruitingvideos fuehrt, die nicht austauschbar wirken, sondern echte strategische Wirkung entfalten. Gerade im internationalen B2B-Umfeld zahlt sich eine klar definierte Markenarchitektur mehrfach aus.
Projekt-Learnings aus dem DQS-Recruitingfilm
Die DQS ist eine Zertifizierungsgesellschaft, deren Arbeit stark auf Vertrauen, Praezision und internationaler Zusammenarbeit basiert. Unsere Aufgabe war es, diese schwer sichtbaren Qualitaeten filmisch greifbar zu machen. Wir haben uns deshalb auf Mitarbeiterstimmen konzentriert, die konkrete Audit-Situationen schildern, und diese mit Beobachtungssequenzen aus dem Arbeitsalltag verwoben.
Ein wichtiges Learning aus dem Projekt war, wie sehr ein authentisches Voice-over von der Vorbereitung lebt. Die Fragenrunde mit den Protagonisten hat rund vier Stunden pro Person umfasst, davon kamen nur wenige Minuten in den finalen Schnitt – aber diese Minuten tragen das ganze Employer-Branding-Versprechen, weil sie echt und unaufgeregt klingen.
Begleitend entstand ein kurzes Q-and-A-Format, in dem die im Hauptfilm auftretenden Auditorinnen und Auditoren ergaenzende Fragen beantworten. Diese Mikroclips werden einzeln auf LinkedIn ausgespielt und tragen den Hauptfilm ueber viele Monate im organischen Feed. Der Long-Tail-Effekt ist aus unserer Sicht ein entscheidender Grund, warum Employer-Branding-Produktionen heute konsequent mehrteilig geplant werden sollten.
Produktionsbegleitend entstanden hierzu auch interne Kommunikationsleitfaeden fuer das HR-Team.




