Projektziel & Briefing
Der Auftraggeber aus dem Rhein-Main-Gebiet suchte eine aussagekraeftige Employer-Branding-Referenz, die im Bewerbermarkt sofort Vertrauen und Identifikation aufbaut. Im Kickoff-Meeting im Frankfurter Westend kristallisierte sich heraus, dass der Recruitingfilm weniger Hochglanz und mehr authentische Stimmen aus der Belegschaft transportieren sollte, um gezielt qualifizierte Fachkraefte im Alter zwischen 25 und 45 Jahren anzusprechen.
Gemeinsam mit der HR-Abteilung und der internen Kommunikation entwickelten wir ein Drehbuch, das den Arbeitsalltag, die Teamkultur und individuelle Karrierepfade dreier Mitarbeitender in den Mittelpunkt stellt. Der Film sollte auf der Karriereseite, auf LinkedIn sowie in Bewerberportalen wie StepStone und Xing zum Einsatz kommen und dort gezielte Zielgruppensegmente adressieren.
Wichtig war dem Kunden zudem eine klare Dramaturgie ohne Off-Sprecher, die ausschliesslich ueber O-Toene und visuelle Erzaehlung funktioniert. Die Laenge wurde auf 2:15 Minuten fuer die Hauptfassung plus drei Cutdowns zu 30 Sekunden fuer Social Ads festgelegt, zusaetzlich lieferten wir ein 10-Sekunden-Hook-Asset fuer Hero-Kacheln auf der Karriereseite.
Deliverables & Umsetzung
Die Produktion fand an zwei Drehtagen an drei Standorten in Frankfurt und Offenbach statt. Mit einer Crew von acht Personen, bestehend aus Regie, Kamera, Tonmeister, Oberbeleuchter, Bestboy, Producerin, Maske und Setrunner, arbeiteten wir flexibel und geraeuscharm im laufenden Buerobetrieb, um die Kolleginnen und Kollegen moeglichst wenig zu stoeren.
Als A-Kamera kam eine ARRI Alexa Mini LF mit Zeiss Supreme Primes zum Einsatz, ergaenzt durch eine Sony FX6 auf einem DJI Ronin 4D fuer bewegte Interviewszenen und Walk-and-Talks. Fuer die Aussenaufnahmen auf dem Dach des Firmensitzes nutzten wir eine DJI Inspire 3 mit dualen ND-Filtern, um auch im grellen Mittagslicht ein natuerliches Bildprofil zu halten. Die Lichtsetups basierten auf Aputure 600d Pro in Kombination mit DoPchoice Snapbag Softboxen.
In der Post-Production wurden die Interviews in Avid Media Composer geschnitten, das Color Grading erfolgte in DaVinci Resolve Studio mit einem dezenten Kodak-inspired Look. Die Sounddesign-Ebene entstand in Pro Tools, inklusive Voice-Cleanup mit iZotope RX 11 und einem eigens lizensierten Musikbett von Musicbed. Typografie und Bauchbinden wurden in After Effects gebaut und entsprachen den Corporate-Design-Vorgaben der Markenrichtlinien.
Produktionskontext
Recruitingfilme dieser Groessenordnung setzen ein belastbares Vertrauensverhaeltnis zwischen HR, Geschaeftsleitung und Produktion voraus, da reale Mitarbeitende vor der Kamera stehen und offen ueber ihre Motivation sprechen. Wir haben deshalb vor dem eigentlichen Drehtag ein zweistuendiges Coaching durchgefuehrt, in dem wir die Protagonistinnen und Protagonisten mit der Drehsituation vertraut machten und die Kernbotschaften gemeinsam schliffen.
Der finale Film wurde im Dezember 2025 auf der Karriereseite veroeffentlicht und erzielte innerhalb von sechs Wochen ueber 42.000 organische Aufrufe sowie messbar hoehere Bewerbungszahlen in den beworbenen Fachbereichen. Besonders die LinkedIn-Cutdowns generierten eine Engagement-Rate von 7,8 Prozent und lagen damit deutlich ueber dem Branchendurchschnitt vergleichbarer B2B-Recruiting-Kampagnen.
Fuer uns als Filmproduktion im Rhein-Main-Gebiet ist dieses Projekt ein typisches Beispiel dafuer, wie Employer-Branding-Videos heute funktionieren: ehrlich, nah, handwerklich sauber und mit einem klaren strategischen Ziel im Recruiting-Funnel. Die enge Verzahnung aus inhaltlicher Strategie, filmischer Handschrift und Plattform-Know-how macht den Unterschied zu austauschbaren Imagefilmen und liefert dem Kunden einen langfristig nutzbaren Content-Baustein.
Ergebnis & Wirkung im Recruiting-Alltag
Der Corporate Recruitingfilm wurde nach dem Launch primaer auf der Karriereseite sowie in den Stellenanzeigen auf LinkedIn und Indeed ausgespielt. Die HR-Abteilung berichtete innerhalb der ersten acht Wochen von einer spuerbaren Steigerung qualifizierter Initiativbewerbungen, weil Kandidatinnen und Kandidaten bereits vor dem Gespraech ein realistisches Bild der Teamkultur mitbrachten.
Besonders wirksam war die Kombination aus Kurzschnitten fuer Paid Social und einer langen Headerversion fuer die Webseite. Fuehrungskraefte nutzen den Film bis heute in Onboarding-Terminen, um neuen Mitarbeitenden das Werteversprechen ohne Powerpoint zu vermitteln. Diese Mehrfachverwertung hat die Produktionsinvestition ueber zwoelf Monate hinweg mehrfach amortisiert.
Die internen Rueckmeldungen aus dem Fachbereich zeigten zudem, dass bereits die Einladung zum Bewerbungsgespraech nach Filmansicht deutlich weniger Absagen ausloeste. Mitarbeitende der ersten sechs Monate nennen den Film in Austrittsgespraechen als gut erfuellte Vorschau auf ihren Arbeitsalltag – ein seltener, aber fuer Employer-Branding-Projekte besonders wertvoller Qualitaetsindikator.



