Projektziel & Briefing
Die SUEWAG Energie AG, einer der groessten regionalen Energieversorger im Rhein-Main-Gebiet, beauftragte uns mit einem Recruitingfilm, der den Fachkraeftemangel im Bereich Netztechnik, Monteure und kaufmaennische Nachwuchskraefte gezielt adressiert. Im Mittelpunkt des Briefings stand der Wunsch, weg von klassischen HR-Imagefilmen hin zu einer ehrlichen, kollegialen Tonalitaet zu kommen, die sich im Bewerbermarkt klar abhebt.
Der Film richtete sich primaer an Auszubildende, Quereinsteiger und erfahrene Fachkraefte im Umkreis von etwa 80 Kilometern um Frankfurt. Die SUEWAG wollte ihre Position als verlaesslicher, regional verwurzelter Arbeitgeber mit Zukunftsperspektive im Energiewende-Kontext staerken und gleichzeitig deutlich machen, dass Netzbetrieb ein Berufsfeld mit echter gesellschaftlicher Relevanz ist.
Zusaetzlich zur Hauptversion von 2:30 Minuten wurden drei personenzentrierte Cutdowns produziert, in denen jeweils eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter im Fokus steht und die ueber Meta Ads und auf der Karriereseite ausgespielt werden. Ein vertikales Social-Paket fuer Instagram und TikTok rundete das Media-Asset-Kit ab.
Deliverables & Umsetzung
Die Produktion fand an drei Drehtagen statt, verteilt auf einen Umspannwerkstandort in Frankfurt-Hoechst, eine Baustelle in Schwalbach sowie die Hauptverwaltung. Die Crew umfasste zehn Personen, darunter eine Sicherheitsfachkraft, die waehrend der Aufnahmen in der Schaltanlage durchgaengig anwesend war und bei jedem neuen Setup die Zugangsregeln erlaeuterte.
Gedreht wurde primaer mit einer ARRI Alexa Mini LF und Zeiss Supreme Prime Radiance Objektiven, die bei Gegenlicht weiche Hoehlights erzeugen. Die zweite Kamera war eine Sony FX6 auf einem DJI RS 4 Pro fuer agile Schulterperspektiven, ergaenzt durch Drohnenaufnahmen mit einer DJI Inspire 3 ueber den Frankfurter Stadtwerken-Arealen. Fuer Interviewsequenzen verwendeten wir Aputure LS 600x Pro und einen 120 Zentimeter breiten Chimera-Softboxaufbau.
In der Post-Production erfolgten Schnitt und Color Grading in DaVinci Resolve Studio mit einem Farblook, der das SUEWAG-Gruen dezent unterstuetzt ohne aufdringlich zu wirken. Die Mischung und das Sounddesign entstanden in Pro Tools, die Musikkomposition wurde ueber einen Berliner Komponisten individuell eingespielt. Typografie und Lower Thirds entstanden in After Effects mit Bewegungspfaden, die sich an Stromleitungen und Netzmotiven orientierten.
Produktionskontext
Dreharbeiten bei einem Energieversorger erfordern umfangreiche Sicherheitsunterweisungen, Abschaltungen einzelner Anlagenbereiche und enge Abstimmung mit Betriebsrat und Fachabteilungen. Wir haben rund vier Wochen vor Drehbeginn alle Genehmigungen, PSA-Nachweise und Zugangsregelungen koordiniert und mit dem Arbeitsschutzbeauftragten der SUEWAG einen Drehplan abgestimmt, der Betriebsablaeufe nicht behindert.
Seit dem Launch im Februar 2026 hat die SUEWAG ueber den Film und die begleitenden Cutdowns einen signifikanten Anstieg qualifizierter Bewerbungen im Bereich Netzmontage verzeichnet. Die Hauptversion erreicht auf YouTube bisher rund 31.000 organische Views und ist auf der Karriereseite prominent platziert. Die HR-Abteilung meldet zudem eine deutlich kuerzere Time-to-Hire in ausgewaehlten gewerblichen Berufsbildern.
Fuer uns als Recruitingfilm-Produktion in Frankfurt ist dieses Projekt ein Paradebeispiel dafuer, wie regionale Arbeitgebermarken mit filmischer Substanz im hart umkaempften Bewerbermarkt sichtbar werden. Authentische Protagonisten, ein ehrliches Drehbuch und kompromisslose Bild- und Tonqualitaet bilden fuer uns das Fundament jeder wirkungsvollen Employer-Branding-Kommunikation.
Einordnung in die Kundenkommunikation
Fuer die SUEWAG war der Recruitingfilm Teil einer groesseren Arbeitgeberkampagne rund um die Energiewende in der Region Frankfurt. Die Filmsprache musste deshalb nah an den bestehenden Printmotiven bleiben, gleichzeitig aber genug Eigenstaendigkeit mitbringen, um in Social-Feeds nicht wie eine animierte Anzeige zu wirken. Das Casting der Mitarbeitenden erfolgte bewusst quer durch Altersgruppen und Fachbereiche.
Die Kampagne wurde intern von einer Townhall begleitet, in der der Film zuerst den Belegschaften gezeigt wurde. Dieses Vorgehen hat die Reichweite organisch erhoeht, weil viele Kolleginnen und Kollegen den Film anschliessend freiwillig in ihren eigenen Netzwerken geteilt haben. Mitarbeitendenstolz wurde hier messbar zum Rekrutierungskanal.
Flankierend haben wir ein Making-of produziert, in dem die beteiligten Kolleginnen und Kollegen erzaehlen, warum sie beim Film mitgemacht haben. Dieses Zusatzstueck wird im Intranet ausgespielt und wirkt auf die Teamidentifikation stark positiv. Solche Begleitformate sind aus unserer Sicht ein unterschaetzter Hebel fuer nachhaltige Employer-Branding-Wirkung und kosten in der Produktion nur wenig extra.




