Projektziel & Briefing
Die Bayer AG veranstaltete ein mehrtaegiges internes Firmen-Event, bei dem strategische Ausrichtung, Innovationsschwerpunkte und Teambuilding-Aktivitaeten im Mittelpunkt standen. Fuer die Dokumentation wurde ein Eventfilm beauftragt, der die Atmosphaere einfaengt und gleichzeitig zentrale Inhalte des Events transportiert und diese Inhalte auch nach Abschluss in der Organisation verfuegbar haelt.
Das Briefing sah einen Hauptfilm vor, der nach Eventende intern und in ausgewaehlten Partnerkommunikationen eingesetzt wird. Zusaetzlich sollten mehrere thematisch gegliederte Kurzclips entstehen, die einzelne Programmpunkte, Paneldiskussionen und Keynote-Statements herausarbeiten und unabhaengig voneinander einsetzbar sind.
Die Tonalitaet: professionell, aber nicht distanziert. Hochwertig, aber nicht steril. Ein Film, der Menschen zeigt, nicht nur Corporate-Kulissen. Diese Vorgabe praegte den gesamten Produktionsansatz, von der Lichtsetzung bis zur Schnittdramaturgie.
Deliverables & Umsetzung
Der Event fand in einem Tagungshotel in Leverkusen sowie auf dem umliegenden Werksgelaende statt. Gedreht wurde an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Unsere Crew bestand aus zehn Personen: Regie, zwei DoPs, zwei Kameraassistenzen, Ton, Licht, Drohnenpilot, Interview-Operator und Produktionsleitung.
Als Hauptkameras kamen eine ARRI Alexa Mini LF und zwei Sony FX6 zum Einsatz. Fuer Interviews wurde ein separater, kontrollierter Lichtaufbau mit Aputure 600d und Diffusionsrahmen realisiert. Ein DJI Ronin 4D sorgte fuer ruhige Kamerabewegungen in den Panelraeumen, waehrend eine DJI Inspire 3 Luftaufnahmen des Werksgelaendes lieferte. Diese Luftaufnahmen wurden spaeter im Hauptfilm als dramaturgische Zaesuren zwischen den thematischen Bloecken eingesetzt.
Die Postproduktion erstreckte sich ueber sechs Wochen. Grading in DaVinci Resolve, Sounddesign in Pro Tools, Grafik-Layer in After Effects. Deliverables: Hauptfilm 5:00 Minuten, sechs Thematik-Clips zwischen 60 und 120 Sekunden, Highlight-Reel von 90 Sekunden und eine englischsprachige Version fuer internationale Stakeholder.
Produktionskontext
Die Vorbereitung umfasste intensive Abstimmungen mit dem Eventteam, insbesondere hinsichtlich Interview-Slots und sensibler Inhalte, die nicht oeffentlich verwertet werden durften. Ein detaillierter Shotplan sorgte dafuer, dass parallel laufende Programmpunkte sauber dokumentiert wurden. Zusaetzlich galt fuer bestimmte Werksbereiche ein erweiterter Compliance-Prozess, der vorab mit Werksschutz und Rechtsabteilung abgestimmt wurde.
Waehrend des Events arbeiteten wir diskret, ohne die Atmosphaere zu stoeren. Besonderes Augenmerk lag auf spontanen Momenten in Pausen und Networking-Phasen, da genau diese Szenen spaeter den emotionalen Kern des Films bildeten. Unsere Kameraoperator waren darauf trainiert, Situationen zu antizipieren, ohne zu inszenieren.
Nach finaler Abnahme wurde der Film auf der internen Kommunikationsplattform von Bayer eingesetzt und erhielt positive Rueckmeldungen aus Fuehrungsebene und Belegschaft. Fuer uns war das Projekt ein Beispiel dafuer, wie anspruchsvolle Unternehmensdokumentation entsteht, wenn organisatorische Praezision und filmisches Handwerk zusammenkommen und dem Event einen dauerhaften Nachklang geben, der weit ueber die drei Veranstaltungstage hinausreicht.
Live-Regie & Multikamera-Workflow
Beim Bayer-AG-Eventfilm stand ein mehrstündiges Firmen-Event im Zentrum, bei dem nahezu keine Szene wiederholbar war. Die Live-Regie musste deshalb in Echtzeit entscheiden, welche Reden, Interaktionen und Bühnenmomente Priorität bekommen. Ein Regiepult koordinierte mehrere Kamerapositionen, ein Funkmikrofonsystem und einen parallelen Audiomitschnitt, sodass auch spontane Wortbeiträge sauber dokumentiert wurden.
Der Multikamera-Workflow setzte sich in der Postproduktion fort. Synchronisierte Timeline-Gruppen erlaubten schnelle Schnittentscheidungen zwischen Totalen, Nahaufnahmen und Publikumsreaktionen. Dadurch entstand ein Eventfilm, der die Energie des Abends festhielt, ohne wie eine reine Konferenzaufzeichnung zu wirken. Bayer konnte das Material sowohl als kompakten Highlight-Clip als auch in längeren, abteilungsspezifischen Schnittfassungen intern weiterverbreiten und dokumentieren.
Zusätzlich wurde ein strukturiertes Backup-Konzept aufgesetzt, das bei einem Event dieser Größenordnung unverzichtbar ist. Parallele SD-Karten, doppelte Audio-Aufzeichnung und ein separater Offload-Arbeitsplatz sicherten jede Sequenz redundant. Bayer erhielt auf diese Weise nicht nur den finalen Eventfilm, sondern eine sauber archivierte Grundlage, aus der später Ausschnitte für Quartalsberichte, interne Jubiläen und Führungskräfte-Kommunikation ohne zusätzlichen Drehaufwand extrahiert werden konnten, was den strategischen Wert der Produktion über das Event hinaus verlängerte.
Im direkten Nachgang des Events entstand aus dem Rohmaterial zusätzlich eine kompakte Management-Fassung, die ausschließlich strategische Statements und Leitgedanken der Geschäftsführung bündelt. Dieser Kurzschnitt wurde in Führungskräftezirkeln und Regionalmeetings eingesetzt und stellte sicher, dass die zentralen Botschaften des Events jenseits des Eventfilms in die operative Kommunikation weitergetragen wurden.




