Projektziel & Briefing
Fuer einen Kommunikations-Case im Konzernumfeld der BASF entstand bei film-produktion.tv ein Animationsfilm, der komplexe chemische Prozesse verstaendlich aufbereitet. Ziel war ein Erklaervideo, das interne wie externe Zielgruppen gleichermassen anspricht, Fachthemen visuell zugaenglich macht und gleichzeitig einen souveraenen Markenauftritt pflegt. Die Kommunikationsabteilung des Chemiekonzerns suchte explizit nach einer Loesung, die auf Messen, in Vertriebsgespraechen und in Online-Kanaelen gleichermassen funktioniert.
Die Aufgabenstellung aus dem Briefing verlangte einen reduzierten, klaren Stil, der Molekuele, Reaktionswege und Produktanwendungen in eine filmische Erzaehlung uebersetzt. Rolf Eckel entwickelte dafuer gemeinsam mit dem Kunden ein Storyboard, das Wissen portionierbar macht und gleichzeitig emotional wirkt. Die ersten Konzeptentwuerfe wurden in mehreren Workshops mit Fachabteilung, Marketing und externer Beratung geschaerft, bis die dramaturgische Leitlinie stand.
Ein zentraler Punkt war die Balance zwischen technischer Praezision und Zugaenglichkeit: Formeln sollten nachvollziehbar, aber nicht abschreckend wirken. Die Corporate-Farbwelt wurde als verbindliche Klammer gesetzt, Typografie und Iconsprache ergaben sich aus dem hauseigenen Styleguide. Parallel definierten wir eine Toleranzspanne fuer kreative Freiheiten, damit der Film nicht generisch, sondern eigenstaendig wirkt.
Fuer die Vorbereitung der finalen Deliverables entstand ein abgestimmtes Script-Lektorat durch interne BASF-Kommunikation, Fachabteilung Chemie und einen externen Wissenschaftsredakteur. Diese Prueffolge stellte sicher, dass jede Szene didaktisch korrekt bleibt, ohne fachlich zu ueberfordern. Der Animationsstil fing die chemische Praezision visuell ein.
Deliverables & Umsetzung
Produziert wurde der Film vollstaendig im Animationsverfahren: Die Grafiken entstanden in Adobe Illustrator, die Bewegungen in After Effects, die Compositings und 3D-Elemente mit Cinema 4D. Ein Kernteam aus Art Director, zwei Motion Designern, einem 3D-Artist und Sounddesigner setzte das Projekt in rund vier Produktionswochen um. Alle Keyframes und Look-Frames wurden vor der Full-Animation im Vorfeld von der Fachabteilung abgenommen, um spaete Anpassungen zu vermeiden.
Die Tonebene wurde in Pro Tools gemischt: Voice-over eines deutschen Fachsprechers, eigens komponierte Library-Musik und subtile Sound-Effekte, die chemische Prozesse hoerbar machen. Eine englische Fassung mit Untertitel-Spur wurde fuer den internationalen Rollout nachgeliefert. Zusaetzlich entstand eine barrierearme Version mit erweiterten Untertiteln und Audiodeskription fuer Schulungs- und Intranet-Einsatz.
Alle Deliverables gingen in mehreren Formaten an den Kunden: 16:9 fuer Web und Messe, 1:1 fuer Social-Media-Kanaele, plus eine gekuerzte Teaser-Variante. Das Master wurde in 4K ausgespielt, die Low-Res-Versionen optimiert fuer Ladezeiten im Konzern-Intranet. Ein modulares Projektarchiv wurde mit ausgeliefert, sodass kuenftige Szenen, neue Produktnamen oder Zahlen einfach aktualisiert werden koennen, ohne den Film neu zu produzieren.
Ein Schlusskapitel des Produktionsprozesses war die Definition einer Guidelines-Vorlage, mit der sich kuenftige Animationen visuell konsistent weiterfuehren lassen. Rolf Eckel dokumentierte dabei Typografie, Farbwerte, Iconfamilie und Animations-Timing. Die Vorlage dient seitdem als internes Standardwerk fuer Erklaervideos.
Produktionskontext
Die Zusammenarbeit mit BASF erfolgte weitgehend remote: Briefing-Workshops liefen per Videokonferenz, Freigabeschleifen ueber eine Cloud-Plattform mit Timecode-Kommentarfunktion. Diese Struktur erlaubte eine enge Abstimmung zwischen Fachabteilung, Marketing und Produktionsteam, auch ueber verschiedene Standorte hinweg. Der Arbeitsmodus wurde bei film-produktion.tv in den letzten Jahren fuer Konzernkunden bewusst ausgebaut.
Animationsfilme fuer Chemie- und Industriekunden gehoeren zu den Kernkompetenzen von film-produktion.tv in Frankfurt. Der BASF-Case zeigt beispielhaft, wie auch komplexe Themen des Rhein-Main-Industrieraums filmisch zugaenglich werden, ohne die fachliche Tiefe zu verlieren. Rolf Eckel setzt dabei konsequent auf das Zusammenspiel aus redaktioneller Praezision, didaktischer Klarheit und einem eigenstaendigen visuellen Stil.
Das finale Video wird inzwischen in Schulungen, auf Fachmessen und in der Online-Kommunikation eingesetzt. Die modulare Struktur erlaubt es, einzelne Sequenzen kuenftig fuer neue Produktlinien zu aktualisieren, ohne den Film komplett neu zu produzieren. Intern gilt die Produktion als Blueprint fuer weitere Erklaerfilme, die in Folgeauftraegen innerhalb desselben Konzern-Oekosystems realisiert werden.
Im Folgeprojekt wurden Module aus dem ersten Film unmittelbar weiterverwendet, was Entwicklungs- und Abstimmungszeit deutlich verkuerzt hat. Die Zusammenarbeit ist inzwischen auf weitere Produktlinien des Konzerns skaliert und belegt, wie strategisch geplante Animationsfilme dauerhaft Wert fuer die Konzernkommunikation schaffen.



