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Imagefilm Preise: was hinter der Zahl im Angebot steckt
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Filmproduktion 13 Min. Lesezeit

Imagefilm Preise: was hinter der Zahl im Angebot steckt

Eine Zahl im Imagefilm-Angebot sagt wenig, solange du nicht weißt, was jede einzelne Position trägt. Eine Leseanleitung für die Zeilen eines Angebots, bevor du unterschreibst.

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Im Rechenbeispiel auf meiner Preisseite tragen sieben von acht Positionen das Wort „ab“ vor sich her. Eine einzige nicht. Was das für dein Budget bedeutet, zeigt sich erst, wenn du jede Zeile einzeln liest.

Eine Leseanleitung für die einzelne Angebots-Position: was sie trägt, was „ab“ davor bedeutet und was es heißt, wenn eine Zeile gar nicht erst auftaucht. Was eine Videoproduktion teuer macht, klärt ein anderer Text. Was zwei Angebote für denselben Film trennt, noch ein anderer.

Bild KI-generiert (NanoBanana Pro) gemäß Art. 50 EU AI Act.


Imagefilm Preise: warum die Endsumme die am wenigsten nützliche Zahl ist

Du bekommst ein Angebot für einen Imagefilm, scrollst runter, und dein Blick bleibt an der Zahl unten rechts hängen. Genau diese Summe verrät am wenigsten darüber, was du tatsächlich bekommst. Imagefilm Preise liest du am besten Zeile für Zeile von oben: Jede Position im Angebot ist ein eigener Entscheid, den jemand getroffen hat, bevor das Dokument bei dir landet.

Im Rechenbeispiel auf meiner Preisseite fasst die Endsumme acht Positionen zu einer einzigen Zahl zusammen. Dabei geht etwas verloren, das für deine Entscheidung wichtig ist: welcher Aufwand hinter welcher Zeile steckt, und ob dieser Aufwand zu deinem Projekt passt. Zwei Angebote mit derselben Endsumme können völlig unterschiedliche Leistungen enthalten, je nachdem, wie die Positionen darunter geschnitten sind.

Ein typisches Muster, keine reale Anfrage: Ein Angebot mit mehreren Positionen zeigt eine einzelne Endsumme unten auf der Seite. Innerhalb dieser Summe steckt eine Zeile mit deutlich mehr Aufwand als die übrigen, zum Beispiel weil ein zusätzlicher Dreh-Tag eingepreist ist. Ohne den Blick auf die einzelnen Zeilen bleibt genau dieser Unterschied unsichtbar, und mit ihm die Frage, ob der Mehraufwand zum eigenen Projekt passt.

Dieser Text geht von einem einzigen Angebot aus und liest es Position für Position. Für dieses eine Angebot gilt eine einfache Regel: Du prüfst jede Zeile einzeln, bevor du beim Gesamtbetrag ankommst.

Wer nur die Endsumme vergleicht, vergleicht am Ende zwei Zahlen, die aus völlig unterschiedlichen Bausteinen entstanden sind. Dein Film performt nicht zufällig.


Was „ab“ vor einer Position bedeutet, und was nicht

Im Rechenbeispiel auf meiner Preisseite trägt fast jede Position das Wort „ab“ vor sich her, und dieses kleine Wort hat eine genaue Bedeutung. „ab“ markiert einen Einstiegswert für einen klar definierten Mindestumfang. Es ist keine Preisspanne für dein konkretes Projekt und auch keine Schätzung, die sich nach oben oder unten bewegt, je nachdem, wie das Gespräch läuft.

Das lässt sich am besten an einem konkreten Beispiel zeigen, dem einzigen Preisanker in diesem Text. Das Starter-Paket auf meiner Preisseite deckt einen Imagefilm bis 90 Sekunden Länge mit einem Drehtag ab und kostet ab 2.998 €. Der im Beitrag genannte Preis richtet sich an Unternehmen.

Dieser Wert gehört zu genau diesem Paket, Umfang und Drehtag inklusive. Er lässt sich nicht einfach auf ein anderes Projekt übertragen, etwa einen dreiminütigen Film mit mehr Vorbereitung, denn dort verändert sich der Umfang jeder einzelnen Position.

Wie stark Imagefilm Preise über eine größere Zahl an Produktionen streuen, abhängig von Umfang, Drehtagen und Postproduktion, zeigt eine Auswertung über 462 Produktionen. Der Einstiegswert aus diesem Text ist ein einzelner Punkt in dieser Verteilung. Wer diesen Einstiegswert mit einem größeren Projekt vergleicht, vergleicht zwei unterschiedliche Leistungsumfänge miteinander.


Acht Positionen, eine Leseregel: was jede Zeile trägt

Imagefilm Preise bestehen aus mehreren Positionen, von der Konzeption bis zur Lieferung. Auf meiner Preisseite steht ein Rechenbeispiel für einen dreiminütigen Imagefilm mit einem Drehtag, aufgeschlüsselt in acht Positionen. In diesem Text stehen die Namen der Positionen und das, was hinter jeder Zeile steckt. Die Beträge dazu findest du auf der Preisseite. Sieben von acht Positionen in diesem Rechenbeispiel tragen das Wort „ab“ vor sich her, eine einzige ist als „inkl.“ ausgewiesen. Die Seite selbst macht deutlich: Die genannten Preise sind Ab-Preise. Der tatsächliche Angebotspreis hängt vom Umfang deines Projekts ab. Diese Aufschlüsselung macht nachvollziehbar, wofür jeder Teil des Honorars steht, bevor überhaupt eine Summe gebildet wird.

Vorbereitung: Konzept & Drehbuch, Pre-Production

„Konzept & Drehbuch“ deckt Briefing, Konzeptentwicklung, Treatment, Drehbuch und Storyboard-Skizzen ab, also die gesamte Denkarbeit, bevor überhaupt ein Set existiert. „Pre-Production“ deckt Location-Scouting, Drehplan, Drehgenehmigungen und Casting der Mitarbeiter ab, also die Organisation, die den Dreh überhaupt möglich macht. Beide Zeilen trennen zwei unterschiedliche Tätigkeiten, Denken und Organisieren. Taucht in deinem eigenen Angebot nur eine gemeinsame Zeile „Vorbereitung“ auf, lohnt sich die Nachfrage, was genau darin beide Tätigkeiten umfasst.

Produktion: Dreh-Tag

Eine einzige Zeile, „Dreh-Tag“, steht im Rechenbeispiel für einen ganzen Tag mit einem Zwei-Personen-Team, das Regie, Kamera, Licht, Ton, Assistenz und Kamera-Grip abdeckt. Zwei Personen teilen sich an diesem Tag also sechs Aufgaben, und genau das steht in der Zeile. Welche Entscheidungen Regie, Kamera und Ton am Set treffen, zeigt ein eigener Text zu den vier Gewerken einer Imagefilm-Produktion.

Post: Schnitt & Editing, Farbkorrektur & Grading, Sounddesign & Musik, Grafik & Motion

Vier separate Zeilen stehen für die Postproduktion, statt einer einzigen Sammelposition. „Schnitt & Editing“ deckt Sichtung, Rohschnitt, Feinschnitt und zwei Korrekturschleifen ab. „Farbkorrektur & Grading“ deckt Look-Entwicklung und das finale Grading ab. „Sounddesign & Musik“ deckt GEMA-freie Musik, Voice-Over-Regie und die Mischung ab. „Grafik & Motion“ deckt Logo-Animation, Untertitel und Bauchbinden ab. Vier Zeilen statt einer Sammelposition „Postproduktion“ bedeuten: Du siehst, welcher Teil der Arbeit nach dem Dreh wie viel Aufwand bekommt, statt eine einzige Blackbox mit einer Zahl davor zu akzeptieren.

Abschluss: Lieferung & Rechte

Nur eine einzige Zeile im Rechenbeispiel trägt „inkl.“ statt „ab“: „Lieferung & Rechte“. Sie deckt das Master in 1080p oder 4K ab, dazu Social-Cuts in 16:9, 9:16 und 1:1 sowie unbefristete Nutzungsrechte. Eine „inkl.“-Zeile hat keinen eigenen Betrag: Was dort steht, ist im Preis der übrigen Zeilen enthalten. Umso genauer solltest du ihren Wortlaut lesen, denn er beschreibt, was du ohne Aufpreis bekommst. Eine „ab“-Zeile bleibt dagegen ein Mindestwert, der mit dem Umfang deines Projekts mitwächst.

Das vollständige Rechenbeispiel mit allen acht Beträgen und der Endsumme findest du auf meiner Preisseite. Für die Leseregel in diesem Text reichen die Positionsnamen, denn die Regel funktioniert unabhängig davon, wie hoch jede einzelne Zeile ausfällt. Acht Zeilen, eine Regel: Lies jede für sich, bevor du sie zu einer Summe zusammenzählst. Dein Film performt nicht zufällig.


Was zwischen den Zeilen fehlt: die Leerstelle lesen

Eine Positionsliste zeigt dir, was eingepreist ist. Was sie nicht von selbst zeigt, ist das, was fehlt. Taucht eine Korrekturschleife, ein zusätzliches Format oder eine bestimmte Lizenzdauer nirgends als eigene Zeile auf, gibt es dafür zwei Erklärungen: Entweder läuft diese Leistung in einer bestehenden Zeile mit, oder sie ist schlicht nicht eingepreist und muss gesondert geklärt werden.

Im Rechenbeispiel meiner Preisseite laufen zum Beispiel die zwei Korrekturschleifen in der Zeile „Schnitt & Editing“ mit. Eine eigene Zeile dafür gibt es nicht. Die Social-Cuts in drei Formaten und die unbefristeten Nutzungsrechte stecken beide in der Zeile „Lieferung & Rechte“. Wer diese Zeile nur als „Lieferung“ liest und die Rechte übersieht, übersieht einen Teil dessen, was sie trägt.

Ein zweites Beispiel, ebenfalls keine reale Anfrage: Du bekommst ein Angebot, auf dem eine zusätzliche Social-Media-Fassung nirgends auftaucht. Die Frage, ob dieses Format in einer bestehenden Zeile mitläuft oder separat zu klären ist, gehört vor die Unterschrift.

Die Leerstelle selbst ist keine Täuschung. Ein Angebot kann nicht jede denkbare Zusatzleistung einzeln auflisten, sonst würde aus acht Zeilen schnell ein mehrseitiges Dokument. Die Aufgabe liegt bei dir: die eigene Checkliste neben das Angebot legen und prüfen, was davon in einer bestehenden Zeile mitläuft und was fehlt.

Welche Entscheidung hinter einer fehlenden Zeile oft steckt, bevor überhaupt ein Angebot geschrieben wird, beschreibt dieser Text zu den Kostentreibern einer Videoproduktion.


Wenn zwei Angebote nebeneinander liegen

Alles bisher Gesagte gilt für ein einziges Angebot, Position für Position gelesen. Hast du nur ein Angebot vor dir, überspringst du diesen Abschnitt. Liegen zwei Angebote nebeneinander, reicht diese Leseregel allein nicht mehr aus. Dann kommt eine zweite Prüfung dazu: Du vergleichst, was jede Zeile für sich trägt, und zusätzlich, ob beide Anbieter überhaupt dieselben Positionen meinen, wenn sie denselben Namen verwenden.

Drei Fragen für genau diesen Vergleich zeigt ein eigener Text, der zwei Angebote für denselben Film gegenüberstellt.


Die Leseregel anwenden: das eigene Angebot Zeile für Zeile

Die Leseregel aus diesem Text lässt sich in drei Fragen pro Zeile zusammenfassen: Was trägt diese Position konkret? Steht „ab“ oder „inkl.“ davor, und was bedeutet das für deinen Umfang? Und: Welche Leistung würdest du erwarten, die hier nicht auftaucht?

Diese drei Fragen funktionieren an jeder Zeile gleich, unabhängig davon, ob es um Konzept, Dreh oder Lieferung geht. Bei „Konzept & Drehbuch“ fragst du, ob Storyboard-Skizzen enthalten sind oder separat berechnet werden. Bei „Dreh-Tag“ fragst du, wie viele Personen das Team an diesem Tag stellt. Bei „Lieferung & Rechte“ fragst du, für welchen Zeitraum und welche Kanäle die Nutzungsrechte gelten.

Geh dein eigenes Angebot einmal mit genau diesen drei Fragen durch, Zeile für Zeile, bevor du unterschreibst. Bei acht Positionen dauert das wenige Minuten. Im nächsten Gespräch mit deinem Anbieter sprichst du danach über einzelne Zeilen, die noch unklar sind, statt nur über die Endsumme.

Wie diese acht Positionen im Ablauf überhaupt entstehen, von der ersten Idee bis zur Lieferung, zeigt der Ablauf einer Imagefilm-Produktion in sechs Schritten.


Häufige Fragen zu Imagefilm Preisen

Was bedeutet „ab“ vor einer Position in einem Imagefilm-Angebot?

„ab“ markiert einen Einstiegswert für einen klar definierten Mindestumfang, keinen Richtwert, der sich frei auf dein eigenes Projekt übertragen lässt. Verändert sich der Umfang, zum Beispiel durch mehr Drehtage oder einen längeren Film, verändert sich auch der tatsächliche Preis dieser Position.

Warum steht bei manchen Positionen „ab“ und bei anderen „inklusive“?

„ab“ steht bei Positionen, deren Aufwand mit dem Umfang deines Projekts mitwächst, etwa Dreh-Tag oder Schnitt & Editing. „inkl.“ steht bei Leistungen, die ohne eigenen Betrag im Preis der übrigen Positionen enthalten sind. Im Rechenbeispiel meiner Preisseite trifft das auf die Zeile „Lieferung & Rechte“ zu.

Welche Leistung taucht in einem Imagefilm-Angebot oft nicht als eigene Zeile auf?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil jedes Angebot anders geschnitten ist. Prüfbar ist, ob bestimmte Leistungen, etwa zusätzliche Korrekturschleifen, weitere Formate oder eine bestimmte Lizenzdauer, in einer bestehenden Zeile mitlaufen oder komplett fehlen. Im Rechenbeispiel meiner Preisseite laufen die Korrekturschleifen zum Beispiel in der Zeile „Schnitt & Editing“ mit.

Muss ich jede einzelne Position verstehen, oder reicht die Gesamtsumme?

Die Gesamtsumme allein reicht nicht, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Erst die einzelne Position zeigt, wofür du bezahlst und ob der Umfang zu deinem Projekt passt. Zwei Angebote mit derselben Endsumme können unterschiedliche Leistungen enthalten.

Was kostet ein Imagefilm?

Das Starter-Paket für einen Imagefilm bis 90 Sekunden mit einem Drehtag kostet ab 2.998 €. Der im Beitrag genannte Preis richtet sich an Unternehmen. Das vollständige Rechenbeispiel mit allen acht Positionen und Beträgen findest du auf meiner Preisseite.

Was mache ich, wenn zwei Angebote dieselben Positionsnamen, aber unterschiedliche Summen zeigen?

Dann prüfst du zuerst, ob beide Anbieter mit demselben Positionsnamen auch denselben Umfang meinen, bevor du die Summen vergleichst. Drei Fragen für genau diesen Vergleich zeigt ein eigener Text zu zwei Angeboten für denselben Film.


Eine Leseregel, die du nur einmal anwendest, bleibt Theorie. Erst wenn du sie bei jedem neuen Angebot wieder anwendest, merkst du, wie schnell sich eine Endsumme in einzelne, nachvollziehbare Entscheidungen auflöst. Dein Film performt nicht zufällig.

Schick mir den Link zu eurem letzten Unternehmensfilm. Ich sag euch in 48h was die Daten dazu sagen.

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Rolf Eckel
Autor

Rolf Eckel

Regisseur & Filmproduzent · Frankfurt

Über 20 Jahre Erfahrung in Film- und Videoproduktion. Spezialist für Imagefilm, Recruitingfilm und Eventfilm — von der Idee bis zum fertigen Film.

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Rolf Eckel — Regisseur und Filmproduzent, Frankfurt
Ueber den Regisseur

Rolf Eckel — Regisseur und Filmproduzent

film-produktion.tv wird seit 2004 von Rolf Eckel in Frankfurt am Main betrieben. 800+ produzierte Filme — vom Recruiting-Spot bis zur internationalen Markenkampagne. Ausgezeichnet mit dem ANIMAGO Award und dem UK Kodak Film Prize.

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